Montag, 30.7.2018: Fräulein Smillas Gespür für Schnee

Es gibt nicht viele Krimis, die ich gerne mehrfach lese, Peter Hoegs Smilla ist einer davon. Ich hatte ihn mir ins Hospital mitgenommen, weil wir unter einer Hitzeperiode leiden, und Smilla hat mir schon vor einigen Jahrzehnten in Israel dagegen geholfen.

Das Buch handelt eigentlich von Schönheit: Der Schönheit des Eises, der Schönheit der Mathematik. Aber auch von den Aggregatzuständen des Wassers, der Schönheit des Kaffeekochens und dem lustvollen Essen.

Mein Mann Klaus und meine Tochter Lenja holen mich vom Karl-Olga-Hospital ab. Die ersten Schritte nach fast auf die Stunde genau zwei Wochen Krankenhaus sind etwas wackelig, zumal schon am späten Vormittag die Hitze drückt und leichter Schwindel zu den üblichen Nebenwirkungen meines Opiats, Oxycodon, gehört.

Ich bin genau so lange im Krankenhaus geblieben, wie ich es innerlich brauchte, nicht einen Tag zu lange, nicht einen zu wenig. Ich bin zufrieden, dankbar und tatsächlich glücklich. Und ich habe viel gelernt.

Nach dem Besuch beim Hausarzt und der Apotheke steuern wir noch unseren hiesigen Bioladen „Naturgut“ an – ich sehne mich nach Bio und nach einem spannenderen und besser gekochten Essen, als das Krankenhaus mir bieten kann (wo sie immerhin für mich alles vegan zubereitet haben). Bei Froeken Smilla steht das Gericht auf Seite 118, und ich bitte Klaus, eine vegane Variante davon gleich mittags für uns zuzubereiten: japanisches Tofufilet mit Meersalz statt Fisch, dazu Reis mit Cardamom und Anis sowie gekochtes Gemüse: Fenchel, Karotte und Lauch. Es schmeckt himmlisch!

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