Schwarzwald: Alternativer Bärenpark und Freudenstadt

Ich vor dem Imbiss des Alternativen Bärenparks
Ich vor dem Imbiss des Alternativen Bärenparks

Zug Stuttgart-Freudenstadt und zurück: 2x66km = 132km x 0,040kg CO2 = 5,28kg
Auto Freudenstadt-Bad Rippoldsau/Schapbach und zurück: 2x22km = 44km x 0,164kg CO2 = 7,22kg
Gesamt: 12,5kg CO2
<Pro Tag darf man nicht mehr als 2,33kg CO2 verbrauchen, wenn man nicht den Klimawandel vorantreiben will, Essen und Kleidung eingeschlossen!>

Von Stuttgart aus fahre ich zu meiner Freundin, die in einem Ökodorf im Nordschwarzwald wohnt. Wir treffen uns in Freudenstadt, und dann geht einer meiner großen Wünsche der letzten Monate in Erfüllung: noch einmal den Alternativen Bären-, Luchs- und Wolfspark zwischen Bad Rippoldsau und Schapbach besuchen!

Obwohl ich inzwischen schon fast fünf Jahre in Dänemark wohne, spende ich nach wie vor monatlich für die wilde Bärin Jurka und den heldenhaften Luchs Hero. In diesem riesigen Park sieht man die Tiere nur selten, eher zufällig, und sie interagieren miteinander. Die Stiftung versucht, ehemaligen, gequälten Zoo- und Zirkustieren die Fixierung auf Menschen wieder abzugewöhnen und sie so naturnah zu halten, wie es nur irgend möglich ist.Und natürlich sind sie auch politisch aktiv, um z.B. den Einsatz von Wildtieren im Zirkus gänzlich zu unterbinden.

„Meine“ Jurka, Jahrgang 1997, war einst Wildbärin in Italien und ist die Mutter von Bruno, dem angeblichen Problembär, den man 2006 in Bayern erschoss. Leider wurde sie von unvernünftigen Menschen angefüttert, wodurch Jurka jede Scheu verlor, was sie an ihren Nachwuchs weitergab. Deshalb musste sie schließlich eingefangen werden. Hero wiederum wurde für ein Wiederauswilderungsprojekt 2015 in Litauen gezüchtet, aber aufgrund seiner Gehbehinderung zu einem Leben in einem kleinen Zoogehege verurteilt. Als ihm (ebenso wie Jurka) der Tod drohte, nahm ihn der Bärenpark auf.

Hurra! Wir haben einen Blick auf zwei Bären erhascht!
Hurra! Wir haben zwei Bären entdeckt!

Meine Freundin und ich essen zunächst einmal zu Mittag – es gibt hier sagenhaft leckere, vegane Currywurst und Bärenparksbier aus dem Schwesterpark im thüringischen Worbis. Dann machen wir den großen Rundgang, erhaschen sogar ab und an Blick auf Bären (wenn auch nicht auf Jurka), und ich kaufe zum Abschluss noch Ansichtskarten und Kühlschrankmagneten von meinen beiden Patenkindern. 

Nicht weit vom Park entfernt ist der malerische, 32 Meter hohe Burgbachwasserfall mit einer kleinen Wanderung (5,8km) zu erreichen (und mit ein bisschen Suchen finden wir auch den Einstieg). Es ist einfach soooo schön im Schwarzwald!

Zum Abschluss besuchen wir noch auf dem riesigen Freudenstädter Marktplatz das Café Pause. Ich glaube, so eine große Auswahl an veganen Kuchensorten habe ich in meinem Leben noch nirgends gesehen! Die Schokolade ist FairTrade und das Ganze unbedingt empfehlenswert!

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