Ich heiße Barbara Pfeifer(in) und lebe seit August 2021 zusammen mit meinem Mann in Süddänemark. Wir sind beide Rentner. d.h. wir haben viel Zeit, aber nicht besonders viel Geld. Und natürlich werden auch unsere Körper älter, eine 25-Kilometer-Wanderung trauen wir uns selbst im Flachland nicht mehr zu.
Reisen steht jedoch bei meinen Prioritäten ganz weit oben. Das muss nicht die große Weltreise sein, auch ein Tagesausflug gibt mir mehr, als nur zu Hause zu sitzen. In vielen Staaten war ich schon, auch in solchen, die es nicht mehr gibt, wie der Sowjetunion, der DDR und Jugoslawien. Und in einigen, die es vielleicht nie formell als Staaten geben wird: Türkisch-Kurdistan, Gazastreifen und Westbank. Unterwegssein liegt meiner Familie in den Genen: Mein Urgroßvater fuhr zu See, mein Großvater ist als Spion und Kaufmann viel herumgekommen, und mein Vater machte schon mit uns Kindern Zeltreisen durch Finnland, Leningrad (heute St. Petersburg), Frankreich, Griechenland….
2019 bin ich zum letzten Mal geflogen (mit CO²-Ausgleich), danach griff das Konzept von Fly Shame auch bei mir. Ein Auto besitzen wir nicht, obwohl wir auf dem Land wohnen (das funktioniert!!!), und ein Kreuzfahrtschiff haben wir noch nie betreten – wohl aber diverse Fähren. Im Alltag gehen wir zu Fuß, fahren Pedelec oder nutzen die örtlichen Busse und Bahnen.
Dieser Blog hat sich ursprünglich einmal mit dem Thema Glück und nur am Rande mit Reisen beschäftigt. Das merkt ihr den älteren Artikeln auch an. Alle Artikel ab Herbst 2025 stehen jedoch konsequent unter der Überschrift „Ökologisch reisen für Ältere“. Und sie sollen so sein, dass man viel Energie (und vielleicht sogar Glück) an den Urlaubsorten tanken kann: Eine Stunde im Wald gibt mehr Kraft als eine auf der Autobahn, eine romanische Kirche oder ein Dolmen mehr als der Folterkeller in der Burg des Raubritters Willibald, selbst wenn diese UNESCO-Welterbe sein sollte.
Das heißt auch: Es gibt in jedem neuen Artikel nicht nur Hinweise darauf, wo man bio-/vegane Lebensmittel erstehen kann, sondern auch, wieviel CO² die Fahrt/Unterkunft verbraucht hat. Dabei nehme ich die Daten des Umweltbundesamtes als Grundlage:
- Miet-PKW mit 1,4 Personen: Elektro (in Dtl.) 72g CO² pro Personenkilometer, Hybrid 114g, Diesel 172g, Benzin 164g
- Eisenbahn, Fernverkehr 26g, Linienbus, FVK 30g (Auslastung 52%)
- Eisenbahn NVK Diesel 84g, Elektro 40g, Linienbus NVK Diesel 95g, Elektro 66g
- Straßen-, Stadt- und U-Bahn 50g
- Pedelec 3g
- RoPax-Fähre im Durchschnitt 19g (bei ruhigem Wetter und guter Auslastung, die Norröna kann auf dem Nordatlantik bis zu 180g/Pkm verbrauchen!)
Die Werte für E-Mobilität liegen bei uns in Dänemark deutlich niedriger, weil im Strommix sehr viel mehr erneuerbare Energien verwendet werden als in Deutschland. Grundsätzlich können deshalb im Königreich die Emissionen für Elektromobilität 33% niedriger angesetzt werden.
Hinzu kommt dann noch die jeweilige Unterkunft. Da es hier keine Durchschnittswerte gibt, habe ich mir eine normale Mietwohnung in Deutschland zum Vergleich herangezogen. Sie hat 95m² für 2 Personen und verbraucht 3.725kg CO² pro Jahr. Umgerechnet auf eine Ferienwohnung/Jugendherberge/Hotel sind das 54g pro Nase und m² pro Tag.
Viel Spaß beim Lesen wünscht euch eure
Barbara
