
Zug Padborg-Hirtshals und zurück: je 350km und je 14kg CO² (hoher Wert wegen Schienenersatzverkehr auf einer Teilstrecke)
Fähre Hirtshals-Tórshavn und zurück: je 1.150km und je 220kg CO²
Ökohotel Tórshavn, 3 Nächte im Doppelzimmer / pro Nase: 15kg Co² pro Nacht
Kleinwagen für 2 Tage, besetzt mit 3 Personen: 300km, 21l E10 = 48,72kg CO², pro Nase also 16,24kg CO²
Gesamt: knapp 530kg CO²
Montag, 9.3.2026: Unterwegs auf die Färöer (zu deutsch: Schafsinseln)
Während wir im Sommer 2022 zu viert erstmals auf die Färöer gefahren sind – siehe meine entsprechenden Blogbeiträge – waren wir 2024 und 2025 nur zu zweit dort, im März. Auch dieses Jahr fahren wir wieder im März hin, diesmal jedoch zu sechst – mein Mann Klaus, unsere Tochter, ihr Freund, meine Schwester, meine Freundin und ich.
Warum im ungemütlichen Vorfrühling? Nun, hier gibt es Jahr für Jahr an zwei Terminen extrem billige Pauschalangebote der Reederei Smyril Line: 4 Nächte auf der Fähre Norröna und 3 Nächte im Bio-4-Sterne-Hotel Brandan (letztere incl. Frühstück und Wein während der Happy Hour) für gerade einmal 320€ pro Nase im Doppelzimmer. Wenn man ein Auto dabei hat – für uns war es billiger.
In diesem Jahr fuhr unsere RoPax-Fähre am Sonntag, dem 8. März, um 15 Uhr von Hirtshals ab. Dorthin zu kommen, ist mit Öffis schon ein kleines Abenteuer für sich und funktioniert nur, wenn man zwischendurch einmal übernachtet. Letztes Jahr sind wir in einem Venus-Appartement direkt in Hirtshals untergekommen, diesmal bei meiner Freundin in Saltum.
Die Reiseroute verlangt allein bis Saltum fünffaches Umsteigen, fast alles mit Umsteigezeiten von nur 5-8 Minuten. In Deutschland unmöglich, aber bei uns in Dänemark funktioniert das beinahe immer – und so auch diesmal! Irgendwann fing dann auch meine die deutschen Verhältnisse gewohnte Schwester an zu entspannen.
Am nächsten Tag dann hat uns meine Freundin nach Løkken gebracht, von dort ging es mit dem Schnellbus nach Hjørring, mit dem Zug nach Hirtshals und mit dem Shuttlebus zur Fähre. Ohne eine einzige Minute Verspätung!
Wir sind mit der Norröna bei Nebel und fast spiegelglatter See abgefahren, inzwischen sind aber die Wellen ein klein wenig höher, und die meisten von uns haben schon vorsorglich färöische Tabletten gegen Reisekrankheit eingenommen (gibt’s in der Reception für knapp 50 DKR). Meine Freundin ist allerdings in der Kabine geblieben und hat nicht gefrühstückt…
Grundsätzlich essen wir in der Nóatún-Cafeteria, weil am billigsten. Nóatún heißt wörtlich übersetzt Schiffsplatz und ist in der nordischen Mythologie der Wohnsitz des Meeresgottes Njördr. Außerdem ist es noch der Titel eines Romans des färöischen Schriftstellers William Heinesen, auf deutsch erhältlich und sehr empfehlenswert (hier kannst du ihn bestellen: https://www.buch7.de/produkt/noatun-william-heinesen/1062355723?ean=9783945370520).
Für Veganer*innen gibt es in der Cafeteria Pizza (sehr mächtig und fast nicht schaffbar) oder Pommes. Morgens und abends Buffet mit veganen Optionen (für Mittag- und Abendessen kann man auf einer Liste nachlesen, was vegan ist). Kaffee, Milch und einige Teesorten (momentan z.B. Pfefferminze) sind bio, und auf Nachfrage bekomme ich sogar Bio-Haferdrink.
Gestern Abend haben wir noch ein weiteres Highlight der Norröna-Fähre entdeckt: Im Fernseher ist arte eingespeist, und so konnten wir das Ende von “Mord im Orientexpress” schauen und anschließend einen Dokumentarfilm über Agatha Christie…
Zum Chillen, Lesen, Spielen und Schreiben halten wir uns übrigens stundenlang in der Laterna-Magica-Bar auf Deck 10 auf.
Das Leben ist schaukelig, aber schön! Morgen, am Dienstag, werden wir um 7.30 Uhr in Tórshavn ankommen. Ich freue mich sehr!!!

Dienstag, 10.3.2026: Tórshavn auf Streymoy
Die Fähre ist pünktlich angekommen, hinter der vorgelagerten Insel Nólsoy geht die Sonne auf. Im Hotel Brandan (Oknarvegur 2, 100 Tórshavn, https://hotelbrandan.com) verstauen wir unsere Koffer und Rucksäcke im Gepäckaufbewahrungsraum. Durch den malerisch-romantischen Stadtwald Vidarlundin laufen wir anschließend runter zur Altstadt.
Dann heißt es frühstücken im Café Paname (Vaglid 4, paname@paname.fo ). Leider gibt es dort keine veganen Gerichte, aber die Brötchen sind hausgemacht und sehr lecker. Das Café ist Teil der großen Inselbuchhandlung H.N. Jacobsens Bókahandil (Vaglid 2, https://bokhandil.fo/) wo man neben färöischsprachiger auch viel englische und dänische Bücher, Spiele, Schreibwaren bekommt. Ich erstehe einen kleinen Gedichtband in limitierter 300er-Auflage. Die Buchhandlung ist so berühmt, dass sie es sogar zu einem Eintrag im deutschsprachigen Wikipedia gebracht hat!
Klaus bemüht sich um einen Leihwagen beim örtlichen Anbieter (https://rent.fo/, R. C. Effersøesgøta 17). Nicht ganz leicht, aber nach einigem Hin und her klappt es, und wir können sogar das Auto schon vor der eigentlichen Mietzeit abholen.
Anschließend zeigen wir Schwester und Freundin das schwarzgeteerte Holzhaus mit Grasdach, das uns 2022 als Ferienwohnung diente. Dann geht es rüber ins Regierungsviertel mit seinen ochsenblutfarbenen Holzhäusern und durch das älteste Viertel der Stadt, Reyna.
Im Öström (Skálatrød 18, auf Facebook erreichbar) kann man jede Menge färöische Handwerkskunst kaufen (incl. Strickwaren) und inzwischen auf Outdoorbekleidung. Hier habe ich schon viel gekauft, aber diesmal werde ich nicht fündig.
Unsere nächste Trinkpause ist fällig, diesmal im Kaffihusid (Undir Bryggjubakka, https://www.kaffihusid.fo/) am WESThafen. Auch hier nichts Veganes (ich werde es die nächsten Tage mit Knieschmerzen büßen), aber Biolimo. Dann trennen sich unsere Wege, da nicht alle mit zum örtlichen Musiklabel TUTL-Records mitwollen (Niels Finsens gøta 9c, https://www.tutlrecords.com/). Ich erstehe zwei Jazz- und eine Wikingrock-CD. Übrigens: Du kannst hier auch in die Musik reinhören, bevor du dich entscheidest.
Um 14 Uhr können wir schließlich unsere Zimmer beziehen, auspacken, und um 17 Uhr treffen wir uns in zur Happy Hour in der Lounge. Hier bekommt man grundsätzlich einen Bio-Weiß- oder Rotwein Hausmarke kostenlos – und Klaus und ich kriegen sogar einen qualitativen Upgrade, weil der Barkeeper sich von den letzten beiden Malen an uns erinnert!
Dann heißt es, für’s Abendessen ein veganes Restaurant zu finden, was sich als einigermaßen schwierig erweist. Wir landen bei einem Chinesen in der Nähe des Norröna-Hafens, wo ich eine sehr mäßige Kohl-Tofu-Suppe esse. Auch die anderen sind nicht begeistert.
Im Dunkeln laufen den Berg hinauf zurück gen Hotel, Klaus holt unterwegs noch das Auto ab, und fallen müde ins Bett. Im norwegischen Fernsehen läuft ein englischsprachiger Hercule-Poirot-Film…

Mittwoch, 11.3.2026: Kirkjubøur (Streymoy) und Sandoy
In meinem Nordischen Literaturkreis hatten wir in der dänischen Ausgabe ein Buch der färöischen Schriftstellerin Katrin Otarsdóttir gelesen: Pigen i verden (Das Mädchen in der Welt). Hauptperson ist ein elfjähriges Mädchen in den 70er-/80er-Jahren, das seine Sommerferien bei den Großeltern verbringt. Auch wenn keine Insel- oder gar Ortsnamen erwähnt werden, habe ich doch mit ein wenig Recherche herausbekommen, dass der Roman in Sandur auf Sandoy spielt und mir gewünscht, dass wir dorthin fahren, nachdem wir uns in der Bio-Bäckerei Breydvirkid (Jónas Broncksgøta 44, https://www.visittorshavn.fo/fo/place/breydvirkid/) in Tórshavn mit Proviant versorgt haben. Diese Bäckerei ist wirklich äußerst empfehlenswert, wir besuchen sie jedes Mal, wenn wir auf den Färöern sind! Kaum ein Tourist verirrt sich hierher, aber die Einheimischen stehen manchmal Schlange bis auf die Straße.
Zunächst einmal müssen wir die Hauptinsel Streymoy queren. Wir machen kurz Rast in Kirkjubøur, das schon seit meinem Aufenthalt 2022 einer meiner färöischen Lieblingsorte ist. Hier kannst du mehr über ihn lesen: https://pfeiferin.de/faeroeer-wanderung-von-kirkjuboeur-nach-torshavn-fo-dk/. Wir zeigen den anderen Olafskirche, Domruine und den äußerst pittoresken Bauernhof, heute sturmumtost, dann geht es weiter.
Während die Kleine im obigen Roman damals noch per Fähre auf die Insel kam, haben wir seit Dezember 2023 die Möglichkeit, einen mautpflichtigen Unterwassertunnel zu nehmen, einer der beiden mit färöischer Kunst geschmückten. In unserem Fall sind es 5 Buchten, die Edward Fuglø in Leuchtfarben ausgemalt hat, und zwar so, dass man bei Hin- und Rückfahrt etwas anderes sieht: Die Motive knüpfen an die Inseln Streymoy und Sandoy an – jeweils passend zur Fahrtrichtung. Strichmännchen-Wikinger, Boote, Schafe. Sehr spannend. Ich denke, wenn man aus beruflichen Gründen täglich dort durchfänrt, wird man auch nach einigen Monaten jedes Mal noch ein neues Detail entdecken, da die Felsmalereien ja mit 80 km/h an einem vorbeiflitzen.
Wir haben einen Sturmtag erwischt, mit Böen über 90 km/h. Wir besichtigen Sandur und ein wenig des Drumherums. Den großen See, den das Romanmädchen mit ihrem Großvater umrundet, sehen wir schon vom Auto aus, da gibt es auf unserer Seite jetzt keinen Fußweg mehr. Und das unheimliche, verlassene Haus an seinem oberen Ende? Ist das jetzt eine Schule, also nicht die, in der der Großvater unterrichtete? Oder doch das etwas entfernt liegende, verottende Gemäuer dort hinten?
In dieser Kirche war der Großvater Küster. Und hier ist der kleine See, in der ihre Mutterschwester in einem ihrer vielen Badeanzüge geschwommen ist… Hier hing die Kleine von der Kaimauer und traute sich vor lauter Schüchternheit nicht, um Hilfe zu rufen, obwohl sie nicht schwimmen konnte. In der örtlichen Tourist Information wird für Osterbingo geworben und für einen Verein, der ein Wikingerlanghaus aufbauen will, in dem man dann auch das damalige Leben nachspielen will.
Wir fahren weiter zum Dorf Húsavík. Hier bläst der Wind schier noch stärker, die Wellen donnern an den Strand, es ist schwer, sich gerade zu halten oder ein unverwackeltes Foto zu schießen. Hauptsehenswürdigkeit sind die Tumbakki, kleine, grasbedeckte Steinhäuschen, die früher vermutlich der Lagerung von Lebensmitteln dienten. Ein schmucker Ort, uralt und sagenumwoben.
Im Dorf Skálavík soll die Hauptsehenswürdigkeit das Café’in á Mølini sein. Es existiert auch, hat aber geschlossene Gesellschaft, und ansonsten wirkt der Ort sehr trostlos. Hier möchte man keinen Urlaub machen!
Wir fahren also zurück nach Tórshavn, erfreuen uns an der Happy Hour und fahren dann zum Abendessen in die Stadt. Diesmal entscheiden wir uns für’s Kafé Kaspar (Aarvegur 4-10, https://kaspar.fo/). Sie sind auf Burger und Bagels spezialsiert, es gibt verschiedene vegane Optionen und sogar färöisches Bio-Bier. Das Publikum: eher jünger. Was eine Erleichterung nach dem Chinesen vom Vorabend!

Donnerstag, 12.3.2026: Eysturoy, Streymoy und Vágar
Heute ist es weniger stürmisch als am Mittwoch, was ein Glück. Wir fahren zunächst (über die Brücke im Norden, also ohne Maut!) auf die Insel Eysturoy zum Dorf Eidi und suchen dort nach einem Aussichtspunkt auf die Felsformation Risin og Kellingin (Riese und Hexe). Ich beschließe, eine für den Autoverkehr im Winterhalbjahr geschlossene Straße hinaufzulaufen und erhasche tatsächlich einen Blick auf den größeren Teil (Risin?) der Felsinseln.
Zurück auf Streymoy (also der Hauptinsel, auf der auch Tórshavn liegt) fahren wir zum Dorf Saksun, das ich noch nicht kenne. Es hat nur 10 Einwohner, liegt aber so verwunschen-magisch zwischen hohen Bergen eingeklemmt, dass viele Touristen dorthin wollen, die sich zudem offenbar teils wie die Axt im Walde benehmen. Das war den Menschen vor Ort zu viel. Sie bauten zwei große Parkplätze, verschlossen die Kirche und haben zwar eine Art Museum dort (im Winter zu), zeigen sich aber ansonsten so abweisend wie nur irgend möglich. Die Beschreibung im Reiseführer klingt, als ob man auch mit entsicherter Schrotflinte rechnen muss, wenn man ein Privatgelände betritt. Was der Magie keinen Abbruch tut, fast im Gegenteil….
Anschließend geht es durch einen mautpflichtigen Tunnel auf die Insel Vágar. Hier gibt es zwar keine Kunst, aber an der tiefsten Stelle doch eine unterseeische Beleuchtung in blau-grün-türkis-lila.
In Midvágar hatte die berühmteste Frau der Insel im 18. Jahrhundert ihren Witwensitz, Barbara, eigentlich Beinta, verewigt im Roman von Jørgen-Frantz Jacobsen. Sie war sehr abenteuerlustig und überlebte drei Pastoren-Ehemänner kurz hintereinander. Der letzte starb an Typhus und die beiden anderen natürlich auch an irgendwas, die Frage ist nur, an was. Wenn du das Buch gerne auf deutsch lesen möchtest, hier der Link: https://www.buch7.de/contributor/J%C3%B8rgen-Frantz%20Jacobsen.
Da meine Freundin ein E-Auto fährt, sind wir schon den halben Tag auf der Suche nach Schnellladestationen – was auf den Färöern leider noch ein sehr schwieriges Unterfangen ist. 50kW sind schon super, meist gibt es weniger, und wir wollen ja nicht den Tag an einer Aufladestation verbringen! Jedenfalls laden wir am Flughafen ein wenig auf und fahren dann weiter.
Auch das malerisches Dorf Bøur hat vor seinem Eingang einen Parkplatz. Hier hat man einen herrlichen Blick auf die Basalt-Felsformation Drangarnir, die auf vielen Postkarten zu finden ist.
Weiter geht es zum – für mich – absoluten Highlight des Tages, dem Dorf Gásadalur. Es liegt auf einer Ebene hoch über dem Wasser, umgeben von abweisenden Riesenbergen. Der Abstieg zum Wasser ist für Touristen so gefährlich, dass er schlicht verboten wurde. Bis 2006 war das Dorf nur mit Boot oder per Hubschrauber zu erreichen. Dann wurde ein einspuriger Tunnel durch die Felsen gesprengt – auf der Hinfahrt hat man Vorfahrt, auf der Rückfahrt heißt es rückwärts fahren, sofern einem jemand entgegen kommt.
Schafe, Ponies und Hunde laufen frei herum. Eines der Holzhäuser hat einen Felsen integriert – hier wohnen Elfen, deshalb durfte er nicht entfernt werden.
300m von der Straße entfernt ist ein Wasserfall, Múlafossur, der sich ins schäumende, tosende Meer ergießt, auch er ein Postkartenmotiv. In den Felsen nisten Sturmseeschwalben. Es ist so schön hier, dass ich am liebsten nicht fahren möchte, aber die Autofahrer – also Freundin und Mann – haben natürlich das Sagen.
Abends gehen wir nochmals in Kaspars, diesmal esse ich Bagel statt Burger. Dann tanken Klaus und ich auf, geben das Auto ab und laufen zurück zum Hotel. Den Abend beschließen wir mit einem weiteren Hercule-Poirot-Film im norwegischen Fernsehen.

Freitag, 13.3.2026: Tórshavn
Unser letzter Tag ist angebrochen: Um 20 Uhr soll die Fähre zurück nach Dänemark ablegen. Wir teilen uns in Zweiergrüppchen auf. Klaus und ich frühstücken schon um 8 Uhr wollen bei – für färöische Verhältnisse – schönem Wetter noch zu Fuß hoch zum Oygjarvegur-Aussichtspunkt. Er bietet tatsächlich eine gute Sicht auf Hafen und Meer, bei Sonnenschein und Regenbogen. Beim Hotel Føroya gibt es einen kleinen Fußweg parallel zur Straße.
Kurz nach elf Uhr treffen wir die anderen in der Nationalgalerie Listasavn Forøya (Gundalsvegur 9, https://art.fo/). Leider sind sie gerade dabei, eine komplett neue Ausstellung aufzubauen. So kommen wir zwar kostenlos ins Museum – aber es gibt auch nur einen Bruchteil der Kunst zu schauen. Schade! Selbst die Beschriftungen fehlen teils, aber ich erinnere mich, dass eine Metallkonstruktion die kleinste färöische Insel, Lítla Dímun, darstellt und man das Kunstwerk auch betreten darf….
Mit den Kindern laufen wir zu viert durch den Vidarlundin gen Innenstadt. Wir entdecken eine seltene Krickente, ein Männchen, das zwischen den vielen Stockenten ein wenig verlassen wirkt. Auch heute ist der Stadtwald sehr magisch!
Wir essen noch schnell eine Süßigkeit in der Konditorei Gómagott (Niels Finsens Gøta 17, https://gomagott.fo/). Und ja, hier gibt es auch Veganes, und Leckeres mit dazu! Dann trennen sich unsere Wege erneut.
Klaus und ich wandern über den Friedhof Gamli Kirkjugadur (Doktor Jacobsens gøta), auf dem oben genannter Jørgen-Frantz Jacobsen begraben liegt, aber auch die Heilerin Anne Sophie Danielsen (1858-1934). Am Krankenhaus vorbei geht es zum städtischen Sandstrand Sandágerdi in der Nähe des Aquariums (das kenne ich von früher, nicht empfehlenswert). Er ist deutlich kleiner als der von Aabenraa, aber es gibt einen Miniwasserfall, einen tiefen Bach, die Sandá, die hier mündet, und jede Menge Strandläufer, die hin- und herflitzen. Nicht sehenswert genug für Leute, die zum ersten Mal und nur kurz in Tórshavn sind – aber wir sind hier schon zum zweiten Mal. Dann laufen wir via Westhaben noch einmal zum Café Paname, ich trinke färöischen Kräutertee Nr. 2. Der Abschluss: Die Besichtigung von Leuchtturm und Wallanlagen an der Yviri vid Strond. Diese Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert heißt auf färöisch Skansin, also Schanze.

20 vor 6 treffen wir uns mit allen anderen am Parkplatz, checken ein und sitzen schon kurz nach 18 Uhr beim Abendessen im Nóatún. Und auf der Rückreise nehmen wir alle so rechtzeitig Antikotzpillen, dass niemand von uns in der Kabine bleiben muss!

Sonntag, 15.3.2026: Hirtshals und Zugfahrt nach Padborg
Die anderthalb Tage auf dem Schiff sind mit lesen, reden, stricken und Spiele spielen – einfach mit slappe af, also entspannen / abschlaffen schnell vergangen.
Am Sonntag treffen wir pünktlich um 11 Uhr Ortszeit bei Nebel in Hirtshals ein. Meine Schwester und ich verabschieden uns von den Autofahrer*innen, lassen uns vom Shuttlebus zum Bahnhof kutschieren und laufen, da unser Zug erst um halb zwei fährt, von dort aus zum Café Lilleheden (Hjørringgade 2, https://www.restaurantlilleheden.dk/), schön in der Nähe des Wassers gelegen und auch sonst einladend. Ich trinke Rooibos-Tee aus einem japanischen Eisenkännchen, dazu den örtlichen Kümmel-Kräuterschnaps Bjesk, später noch Espresso und Dansk Vand.
Die Rückfahrt verläuft planmäßig. In Aarhus haben wir etwas länger Aufenthalt. Der Hauptbahnhof ist groß und mit einem Einkaufszentrum verbunden. Empfehlen kann ich das Emmerys, ein Bio-Caféhaus mit Bäckerei (M.P. Bruunsgade 25, https://emmerys.dk/), wo ich diesmal ein Körnerbrötchen und einen Espresso auf die Hand zu mir nehme. Emmerys hat viele Filialen in Kopenhagen und Aarhus – und alles ist zu 100% Bio!
Pünktlich um 19:30 Uhr kommen wir in Padborg an, trotz sechsmal Umsteigen. Insgesamt ein schöner, ereignisreicher Urlaub!


Wanderung von Nes nach Saltangara









Klaksvik: Kunst im Stadtpark
Dann spazieren wir zur Südbucht, vorbei an einem Bild à la Banksy, schauen der Skulptur eines Kopfspringers bei seiner unendlichen Tätigkeit zu und lauschen dem Klackern der Kiesel, wenn sich das Wasser nach jeder kleinen Welle wieder zurückzieht. Schließlich laufen wir ganz in den Südosten zum örtlichen Stadtparkwald, den wir bis auf eine andere Frau ganz für uns allein haben, magisch mit wildem Bach, Bäumen und Fuchsien und unbedingt sehenswert.










